Die Initiative für den Erhalt des Kulturensemble RAW stellt sich vor

 

Das sind Wir
Wir sind ein Zusammenschluss von Anwohner*innen, Künstler*innen, Kulturschaffenden und Kleingewerbetreibenden in Friedrichshain.
Wir interessieren uns für die Entwicklungen in unserem Stadtteil, verfolgen die Kontroverse rund um das RAW-Gelände bereits seit vielen Jahren und sind zum Teil selbst darin eingebunden.

 

Das Gelände

Nach seiner Stilllegung war das Reichsbahnausbesserungswerk „Franz Stenzer“ in der Revaler Str. 99 zunächst noch Eigentum des Staates. 1994 wurde es von der Deutschen Bahn AG aufgegeben. In den Folgejahren wurde es von Anwohner*innen für die soziokulturelle Nutzung erschlossen, die sich schließlich 1999 mit Unterstützung des Bezirks legalisieren konnte.* Trotzdem wurde das Gelände an private Investor*innen verkauft. Seit 2007 ist das alte Werksgelände Eigentum der Real Estate Development GmbH Berlin (R.E.D.), vertreten durch Klaus Wagner und Moritz Müller. Mittlerweile hat sich der isländische Teil der Investoren von der R.E.D. getrennt und besitzt nun als BNRE Investment GmbH den Westteil des Geländes, während die R.E.D. auf dem Ostteil verbleibt. Für die dort ansässigen Projekte gibt es bis heute keine langfristige Sicherung.

*Michael Rostalski. Gelebte Orte – Geplante Stadt. Das RAW-Gelände in Berlin. Bauhaus Urban Studies 2. Königshausen und Neumann, Würzburg 2011.

 

Warum das RAW?
Das RAW ist die einzige große verbliebene Freifläche im Kiez und ein einzigartiger Ort für freie Kunst und Kultur. Hier gelingt es bisher, kulturelle Unterhaltung und soziales Engagement, freie Kunst und Kunsthandwerk miteinander zu verbinden. Im Zuge der zunächst informellen, das heißt nicht formell planungsrechtlichen Nutzung des Geländes hat sich eine Fülle von Erholungs- und Freizeitangeboten zu erschwinglichen Preisen für die Anwohnenden und bezahlbare Produktionsräume für Künstler*innen etabliert. Das Areal hält außerdem als einziger Ort im Kiez noch Raum für die Schaffung von großen Grünflächen bereit. In Friedrichshain mangelt es daran besonders.

 

Der Auslöser
Nun ist der Zeitpunkt erreicht, an dem wir uns entschlossen haben, zu handeln. Die aktuellen Ereignisse lassen vermuten, dass die Stadteiloase RAW bald trockengelegt wird. Bereits jetzt berichten Medien über Bauvorhaben mit mindestens 600 WohnungenEs ist zu erwarten, dass eine Entwicklung des RAW-Gelände hin zum Wohnraum die sozio-kulturelle Nutzung nicht nur beschränkt, sondern schließlich unmöglich werden lässt. Um das Gelände für die Freizeitgestaltung, für Kunst und Kultur der Friedrichshainer*innen zu bewahren, müssen wir jetzt bewegen und den Bezirk dazu auffordern, gegenüber den Geländeeigentümer*innen für die unmittelbaren Bedürfnisse der Anwohnerinnen und Anwohner einzustehen.

 

Die Ursache.
Die Stadt wird eng. Allgemein lässt die vom Senat geförderte Politik der Rendite orientierten Verwertung des Stadtraumes durch Investmentfirmen kaum Platz: Platz, den wir benötigen – für gemeinschaftliche Nutzungen, für Freiflächen zur Erholung, für kleine Gewerbetreibende, für freie Kunst und Kultur, für nicht-kommerzielle Nutzung und Freizeitangebote.

 

Unsere Wünsche
Wir wollen eine mit den Anwohner*innen gemeinsam gestaltete Entwicklung im Kiez und fordern den Bezirk dazu auf, die Bedürfnisse der Anwohner*innen gegenüber den Geländeeigentümer*innen zu vertreten. Unser Ziel ist der Erhalt des gesamten Geländes – für alle Friedrichshainer*innen.

 

Das machen wir
Aus einer losen Assoziation heraus haben wir zu Treffen eingeladen und im Januar 2013 eine Initiative zum Erhalt des RAW-Geländes als Kulturensemble gegründet. Mit einem Einwohnerantrag und der breiten Unterstützung aus der Nachbarschaft bringen wir die politisch Verantwortlichen in Zugzwang.  Gleichzeit vernetzen wir die Beteiligten vor Ort und entwickeln gemeinsam Handlungsstrategien.

 

→ Kontakt & Impressum

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