Wir sammeln weiter! Aber wo beginnt Friedrichshain?

In den letzten Wochen sammelten viele MitstreiterInnen Unterschriften  für den Erhalt des RAW.Kulturensemble. Am liebsten würden wir jeden Tag unser Modell irgendwo in Friedrichshain aufstellen und mit den vielen Interessierten über den Ausverkauf der Berliner Kunstszene, entfesselte Bauwut und Möglichkeiten der Bürger*innenbeteiligung (nicht nur) rund um das RAW diskutieren –  wenns denn zeitlich möglich wäre!

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Mangel an Freiflächen im Umfeld des RAW

Die Versorgung mit Grünflächen ist Friedrichshain sehr mangelhaft. Die Stadt gibt als Richtwert an, dass pro Einwohner*in im direkten Wohnumfeld (500m) mindestens 6m² erholungswirksame Grünanlagen vorhanden sein müssen. In Friedrichshain wird dieser Wert mit 1,2m² deutlich unterschritten und ist einer der schlechtesten im gesamten Stadtgebiet. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung stellt fest: „Die geringste Fläche [an erholungswirksamen Grünanlagen] steht dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit 122 ha zur Verfügung.“

Auch die Mindestversorgung mit Spielfläche wird stark unterschritten. Hier liegt der Richtwert bei 1m² pro Einwohner*in. Während im Bezirk insgesamt der Wert noch bei 0,64m² pro Einwohner*in liegt, tendiert er in der direkten Umgebung des RAW gegen Null. Das Friedrichshain-Magazin schreibt etwa: „Noch größer ist das Defizit im Sanierungsgebiet Warschauer Straße. Streng genommen gibt es in den Grenzen des Gebietes noch gar keine öffentlichen Spielplätze.“ Inzwischen wurde der Spielplatz Simondachstr./ Ecke Wühlischstraße wieder hergestellt. Er wird jedoch aufgrund der Lage und Gestaltung nur sporadisch genutzt und bietet beinahe die einzige Spielfläche in der Umgebung des RAW.

Quellen:

http://www.friedrichshain-magazin.de/archiv/fh-1-04/text05.html
http://www.urban-fuer-berlin.de/archiv/urban78/text3.html
www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/umweltatlas/e_text/ka605.doc
http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Aufsaetze/2011/HZ_201106-10.pdf